Wie funktioniert Bausparen?
Bausparen erfolgt nach dem Gemeinschaftsprinzip. Eine große Gemeinschaft vieler Bausparer zahlt regelmäßig in einen (symbolisch) gemeinsamen Topf Beträge ein. Aus diesem Topf wiederum werden Summen für die Bauspardarlehen bzw. Kapitalrückzahlung entnommen. Die Gemeinschaft der Bausparer finanziert sich ihre Darlehen so gesehen selbst. Man muss allerdings eine Weile in den Gemeinschaftstopf eingezahlt haben, bevor man Anspruch auf das Darlehen bekommt. Im Fachjargon spricht man hierbei von „Zuteilungsreife“. Dieses Darlehen ist in der Regel wesentlich zinsgünstiger als herkömmliche Bankdarlehen. Aber Achtung: bis zur Zuteilungsreife kann nach Erreichen der Ansparsumme nochmals Zeit vergehen. Diese Zeit lässt sich im Vorfeld nicht exakt bestimmen, sondern wird von jeder Bausparkasse mathematisch ermittelt.
Die richtige Bausparsumme
Die Bausparsumme setzt sich aus zwei Teilen zusammen, der Ansparsumme und der Darlehenssumme. Die meisten Bausparkassen lassen 50% ansparen und bieten dieselbe Summe nochmals als Darlehen an. Es gibt auch Verträge, bei denen es genügt, 40% anzusparen, während 60% als Darlehen gewährt werden. Man muss bei der Ermittlung der optimalen Bausparsumme also mehrere Faktoren berücksichtigen:
• Wie lange kann angespart werden (bestimmt die Höhe der Bausparraten)
• Wie viel kann für den Bausparvertrag aufgebracht werden (bestimmt die Höhe der Bausparsumme)
• Wie viel wird z.B. als Eigenkapital für ein Immobilienvorhaben benötigt bzw. wie hoch fallen die geschätzten Zusatzkosten aus?
Niemandem nützt es, einen unseriös hohen Bausparvertrag abzuschließen, der wohl nie innerhalb des gewünschten Zeitraums zur Auszahlung kommen wird, weil die 50% Ansparsumme bei weitem noch nicht erreicht ist. Lieber kleinere und dafür realistische Bausparsummen abschließen und im gewünschten Zeitraum nach der Zuteilungsreife das Darlehen erhalten.