Rund um die Tilgung
Ein weiterer wichtiger Baustein in der Immobilienfinanzierung ist die Tilgung. Unter Tilgung ist derjenige Anteil der Darlehensrückzahlung zu verstehen, der tatsächlich die Darlehenssumme abträgt.
Niedriger Tilgungsanteil – Lange Laufzeit
Bei einer Hypothekensumme von 100.000,- Euro kann man bei einer vereinbarten Tilgung von 1% damit rechnen, sein Darlehen in mehr als vierzig Jahren abbezahlt zu haben, wobei eine Anschlussfinanzierung nach Ende der Zinsbindung die Ratenhöhe zusätzlich verteuern wird. Diese Variante ist nur für Menschen sinnvoll, die langfristig mit ihrem Einkommen planen können und auch erwartungsgemäß über eine gute Rente oder Pension verfügen werden.
Höherer Tilgungsanteil – Kürzere Laufzeit
Je höher man die Tilgung wählt, desto schneller trägt man seine Darlehenssumme ab. Allerdings kann die Monatsbelastung hierbei sehr hoch werden, wenn man zu viel auf einmal und zu schnell tilgen möchte. Immerhin sind auch höhere Tilgungen mit Laufzeiten zwischen zwanzig und dreißig Jahren verbunden. Kann man über einen so langen Zeitraum seine Raten garantiert aufbringen?
Die optimale Tilgung
Die optimale Tilgung wird auch hier wieder in der Mitte liegen. 2% Tilgung verteuern zwar die Rate, tragen das Darlehen aber auch wesentlich schneller ab als bei 1% Tilgung. Das kann etwa zehn Jahre Laufzeit ausmachen. Ein guter Bankberater wird mehrere Tilgungsvarianten durchrechnen und dem Kreditnehmer vorlegen.